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 Mihaus Japan-Blog - Tagesausflüge ahoi

Der Heimflug kommt immer näher. Das Ende des Gewinnspiels übrigens auch. Bis zum 10. Februar habt ihr Zeit mir an mihau [at] anime-thunder [dot] de ein Werk zu schicken, welches mir hilft meinen Japan-Aufenthalt nie zu vergessen (Nähere Infos gibts hier: Mihau versucht sich am Singen und Tanzen).

Auch möchte ich Euch meine neue Facebook-Fanpage vorstellen: Unter https://www.facebook.com/mihautravelexp/ könnt ihr nun auch ohne ein Instagram-Account meine Fotos besichtigen. Über ein Like würde ich mich natürlich sehr freuen. Ich wurde schon ein paar Mal gefragt, ob ich auch nach Japan weiterhin Fotos auf Instagram (und jetzt auch Facebook) posten werde. Die Antwort hierfür ist ein ganz klares Ja! Während meines Japan-Aufenthaltes erlernte ich die Freude am Reisen und möchte auch in Deutschland und Europa und der ganzen Welt andere Orte erkunden. Da dieser Blog mit meinem Rückflug nach Deutschland wieder endet, möchte ich jeden, der mehr von Mihaus Meinung zu den Orten der Welt sehen will, mein Account mihau_travel_exp ans Herz legen.

Da ich diese Woche wieder viel unterwegs war, wurde die neue Facebook-Seite auch schon mit neuen Fotos gefüllt. So fuhr ich mit drei Freunden nach Kōbe. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese wunderschöne Stadt in nächster Zeit wiedersehen werde ist gering, weshalb ich den spontanen Ausflug zum Abschied nutzte. Leider werden schon seit längerer Zeit Bauarbeiten am Kōbe-Hafen durchgeführt, weshalb man die Promenade mit dem schönen Ausblick aufs Meer nicht entlanggehen kann. Dies ärgerte mich sehr, da es für mich eindeutig der schönste Platz in Kōbe, meiner Lieblingsstadt Japans, ist. Doch neben den schon bekannten Sehenswürdigkeiten sah ich auch neue Orte, wie z.B. das Schifffahrtsmuseum am Hafen. Zugegebenermaßen war dieses jedoch nicht sonderlich spannend. Man konnte Miniaturen von verschiedenen Schiffen begutachten oder mithilfe eines Zeitstrahls die doch sehr interessante Geschichte des Hafens in Kōbe kennenlernen. Es wird schnell klar, dass der Hafen auch vor tausenden Jahren eine wichtige Rolle im Handel mit der Außenwelt innehatte. Auch ist er der Grund für den westlichen Flair, welcher Kōbe auch heute noch sehr attraktiv macht.

Der beste Beweis für den westlichen Einfluss ist die Moschee in Kōbe, welche die erste Moschee Japans darstellt (es gibt übrigens nur zwei). Der Bau dieser wurde erstaunlicherweise vom Shōwa-Tennō höchstpersönlich erlaubt. Nach türkischem Vorbild wurde die von einem Tschechen designte Moschee Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt. Direkt gegenüber von der Moschee befindet sich ein kleiner Laden geführt von einem netten Pakistani. Dort findet man viele Importwahren, welche eine gewisse Nostalgie weckten :)

Doch auch kulinarisch ließen wir es uns gut gehen und besuchten einen McDonalds, in welchem eine 15er Packung Nuggets für nur 390 Yen angeboten wurde. Dazu gab es zwei neuartige Soßen: Früchtecurry und Flüssigkäse. Ihr dürft neidisch sein :P


Am Wochenende besuchte ich endlich wieder meine Gastfamilie! Auf diesen Aufenthalt freute ich mich nicht nur wegen meiner Liebe zu dem älteren Pärchen, sondern auch weil ich wusste, dass sie dicke Decken und geheizte Futons haben. Ihr müsst wissen, dass unser Haus, in welchem ich jetzt wohne, sehr dünne Wände und undichte Fenster hat, sodass es hier drin echt kalt ist (wir sind auch zu geizig um richtig zu heizen ;) ). Bei meinen Gasteltern hingegen ist es warm und gemütlich, was ich dieses Wochenende natürlich ausnutzte.

Am Samstag traf ich nochmal die Community der Gegend, in welcher meine Gasteltern wohnen. Mit dieser feierte ich vor einiger Zeit das Kinderfest, über welches ich schon Mal berichtet habe (Piraten am heiligen Ort! Das war die goldene Woche). Mit diesen sehr lockeren und fröhlichen alten Damen und Herren durfte ich meine erste Erfahrung mit Nabe machen. Nabe existiert angeblich schon seit langem in Japan und wird vor allem im Winter gegessen, da es warmhält. Man stelle sich einen erhitzten Topf mit wässriger Suppe vor. In diese Suppe wird alles Mögliche reingeschmissen und dann gegessen. Egal ob Salat oder Pilz, Geflügel oder Schwein, Muschel oder Shrimp. Die Suppe gibt allem noch einen ganz besonderen Geschmack hinzu. Wirklich empfehlenswert (Im Gegensatz zu McDonalds war das wirklich gut! XD).

Am nächsten Tag besuchten wir den Ishiyama-Tempel in Ōtsu: Den Ort an welchem angeblich das berühmte Genji-Monogatari geschrieben wurde. Der Tempelt liegt direkt am Fluss, welcher vom See Biwa stammt und erstreckt sich über ein riesiges Areal. Man kann im Wald viele kleine Schreine sehen oder auf einen Berg steigen und eine Statue von der Schriftstellerin Murasaki Shikibu begutachten. Ein wahrlich schöner Ort. Einer der älteren Herren, mit welchen ich am Tag davor Nabe gegessen habe, besitzt einen kleinen Laden direkt vor dem Tempeleingang. Dort durfte ich ein Manjū (süße Dampfnudeln) probieren und mich hats von den Socken gehauen! Atemberaubend lecker! Solltet ihr mal zum Ishiyama-Tempel gehen, besucht auf jeden Fall den Laden namens Ninigi :)

Heute (Montag) schrieb ich meine erste Klausur dieses Semester (insgesamt fünf). Dies bedeutet, dass die Ferien schon sehr nahe sind :))) Freut Euch auf weihnachtliche Travelblogs :D

Der nächste Blog kommt dann vermutlich nach Heilig Abend. Genießt also bitte Eure Feiertage (welche auch immer) und vor allem wenn ihr sie zusammen mit Familie feiert, hoffe ich, dass ihr dies zu schätzen wisst. Wenn man mal Weihnachten weit entfernt von Familie feiern muss, wie es bei mir dieses Jahr der Fall ist, weiß man die familiäre Atmosphäre zu Weihnachten erst richtig zu schätzen :) Ruht Euch gemeinsam aus und lasst Euch nicht stressen :)

Cya



 









 
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