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 Mihaus Japan-Blog - Ghost-Park, Silvester, Österreich und wahre Freunde

Hallo Leute,
 
nach einer einwöchigen Pause geht es hier weiter mit den Blogs! Bitte entschuldigt die stille Woche. Für 10 Tage waren Freunde aus Deutschland zu Besuch und da wir täglich unterwegs waren, fand ich leider keine Zeit um den Laptop rauszuholen.

Nun kann ich Euch aber einen sehr breitgefächerten Bericht über verschiedene Orte und Neujahr in Japan bieten.

Erinnert Ihr Euch, als ich Abschied von Kōbe und Tōkyō nahm, weil ich nie wieder in diese Städte fahren werde? Vergesst das alles bitte XD Innerhalb einer Woche war ich sowohl in Kōbe, als auch in Tōkyō für jeweils einen Tag. Aber fangen wir von vorne an.

Als erste Stadt, welche wir besuchen wollten, wurde Himeji gewählt. Auch dort war ich zwar schon einmal, doch erschienen wir damals zu spät beim berühmten Schloss Himeji, sodass wir uns jenes nur von außen ansehen konnten. Dieses Mal sahen wir uns das Anwesen von innen an und begutachteten von oben eine schöne Aussicht auf die Stadt. Da die Burg Himeji heute für Touristen eingerichtet wurde, kann man sich ein Leben in solch einem Schloss heutzutage kaum vorstellen, da diese nur aus vielen großen leeren Räumen bestand. Die Frauenzimmer hingegen waren kleiner und zahlreicher. Viel vom damaligen Leben in einer Burg konnte ich also leider nicht in Erfahrung bringen, aber dafür waren die Aussichten spitze.

Doch andere Geheimnisse wurden gelüftet. Wie ihr vielleicht wisst, wurden beim Häuserbau im alten Japan keine Nägel benutzt. Auch die Burg Himeji besteht nur aus zusammengesteckten Holzpfählen, welche erstaunlicherweise stabil sind.
Direkt neben dem Schloss befindet sich ein Garten welcher den Gärten aus der Edo-Zeit nachempfunden wurde. Ein weiterer Beweis der Großartigkeit japanischer Ästhetik!

Am nächsten Tag folgte dann Kōbe, meine Stadt der Träume. Doch wir entschieden uns, die Stadt mal von der anderen Seite zu betrachten, als von der Hafenseite. Weswegen wir mithilfe einer österreichischen Seilbahn auf eine Aussichtsplattform auf der Nordseite der Stadt fuhren um Kōbe und das Meer von oben zu begutachten. Die ganze Aussichtsplattform wurde im österreichischem Stil gehalten.
Dazu gab es auch einen großen Park mit Gewürz- und Pflanzenausstellungen. Unter Anderem gab es dort ein Kräuter-Fußbad mit Aussicht aufs Meer <3 Egal ob von Berg- oder von Meeresseite, Kōbe ist und bleibt meine Städteempfehlung :)

Doch der Städtetrip war hiermit nicht vorbei! Weiter gings am nächsten Tag mit Nara.
Wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt, war ich nach meinem ersten Besuch in Nara nicht überzeugt von dieser Stadt voller Rehscheiße. Doch fand ich vor ein paar Monaten im Internet das „Nara Dreamland“, welches ein 2006 geschlossener Freizeitpark ist. Dieser wurde seit Schließung nicht angerührt und wurde somit als eine Art Geister-Freizeitpark bekannt. Dies wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und bei Möglichkeit dort auch „einbrechen“, um ein paar hübsche Fotos schießen zu können.
Leider muss ich Euch aber enttäuschen und mitteilen, dass ich das Dreamland nicht betreten habe. Aufgrund von Kränen im Gelände des Dreamlands schlussfolgere ich, dass mittlerweile der Park auseinandergenommen wird. Weiterhin besuchten wir den Ort am Nachmittag und sollte man innerhalb des Freizeitparks erwischt werden, müsste man 900 Euro Strafe zahlen. Der Zeitpunkt war also sehr unvorteilhaft. Zugegebenermaßen sah Nara Dreamland von außen auch nicht besonders aus...ich bin mir jedoch sicher, von innen wäre es eine ganz besondere Erfahrung!

Auch Kyōto wurde nochmal genauer untersucht. Nicht nur die Erotik-Geschäfte der Innenstadt, auch der Fushimi-Inari-Taisha (Der Tempel mit 1000 Toren) bei Nacht und unbekanntere Ecken in Arashiyama. Manche Fotos der Ausflüge sind natürlich schon auf Instagram und Facebook bei mihau_travel_exp zu finden ;)

Und schon war Silvester. „Wie läuft Silvester in Japan ab?“ frägt Ihr Euch vielleicht. Die Antwort ist schlicht und interessant zugleich: langweilig :D
Wer überall große Feuerwerke erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Die Tage vom 31. Dezember bis zum 3. Januar werden eher im Rahmen der Familie verbracht. In der Silvesternacht geht man zu seinem lokalen Tempel oder Schrein, betet kurz und trinkt kostenlosen Alkohol oder Tee. In der Früh steigt man einen Berg hoch und betrachtet den ersten Sonnenaufgang des Jahres und danach nochmal zum Schrein.

Ich persönlich besuchte nur einen kleinen Schrein in der Nähe. Absichtlich gingen wir nicht zu den großen Touristenattraktionen, an denen große Glocken zur Vertreibung von Sünden geläutet werden, mit der Hoffnung den japanischen Silvester-Alltag genauer betrachten oder sogar miterleben zu können. Dies schafften wir ganz gut und unterhielten uns mit ein paar Einheimischen beim Lagerfeuer mit süßem Sake.
Am nächsten Tag besuchten wir nochmal den Yasaka-Schrein, welcher überfüllt war mit Menschen. Das Erleben des japanischen Gedrängels ist immer wieder eine ganz besondere Erfahrung.

Und schon ging es nach Tōkyō...zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt des Jahres: Zu Neujahr. Während man in Japan prinzipiell immer in ein Restaurant oder Geschäft gehen kann, stellen die ersten Tage des Jahres hier eine Ausnahme dar. So waren wir uns nicht sicher, welche Geschäfte in Tōkyō überhaupt offen haben werden (natürlich wollte ich noch kurz vor Heimflug Nerd-Shit kaufen XD). Glücklicherweise ist auf Tōkyō immer Verlass und es gab kaum Geschäfte, auf die wir verzichten mussten. Leider gehörte ein Maid-Café jedoch zu diesen Geschäften, weshalb ich hierzu keine schönen Erinnerungen teilen kann ;)
In Tōkyō wurde natürlich wieder Akihabara besucht und der One Piece-Shop im Tōkyō-Tower leergekauft. Nichts nennenswertes :P

Während ich am 1. Januar nicht den ersten Sonnenaufgang des Jahres betrachtet habe, ging ich aber am 4. Januar auf den Daimonji-Berg (auf welchem ich schon öfter war und Fotos gepostet habe). In der Früh ist es ein ganz besonderes Erlebnis, zu sehen, wie der morgen Nebel weicht und die Stadt sichtbar wird! Die Schönheit einer japanischen Stadt von oben ist unschlagbar!
Unschlagbar sind auch die japanischen Senioren und Seniorinnen, welche zu Hauf in der Früh den Berg hochstiegen Oo

Abgerundet wurde der Aufenthalt der Jungs Chris, Steff, Max und Markus mit einem Besuch bei meinen Gasteltern, welche sich sehr gefreut haben, dass endlich Gäste aus Deutschland vorbeikamen, welche nicht nur trinkfest sind, sondern dies auch gerne beweisen! :)

Hier nochmal ein fettes Danke an die vier Jungs, welche mich hier in Japan besucht haben! Jedes Mal, wenn ich hier besucht werde, wird mir von Neuen klar, was für wundervolle Freunde ich habe, denen das Geld, welches der Trip in Anspruch nimmt, es Wert ist, um einen Besuch hier in Japan zu wagen und gemeinsame Erfahrungen zu erleben! Nochmal herzlichen Dank hier an Marta, Simon, Ferdi, Steff, Grilli, Max und Chris, welche ich mit Stolz und Freude als meine Gäste hier in Kyōto bezeichnen durfte und mit denen ich das Gaijin-Dasein richtig auskosten durfte! Ich liebe Euch alle und jeden Einzelnen! <3

Der nächste Besuch der ansteht ist dann mein Besuch zurück in Deutschland. Es ist wahrlich nicht mehr lange (ungefähr zwei Monate) bis ich wieder heimkehre und das Abenteuer hier endet. Leider wurde mir jetzt auch klar, dass Japan, auch wenn noch ca. 2 Monate übrig sind, für mich jetzt schon gelaufen ist. In ca. Zwei Wochen beginnt schon meine Klausurenphase, welche ebenfalls zwei Wochen lang andauert. Direkt nach den Klausuren fahre ich zwar noch für eine Woche nach Hokkaidō, aber danach sind es nur noch ein paar Tage bis zum Heimflug. Viel geplant ist also nicht mehr.
Dies bedeutet leider, dass der Umfang meiner Blogeinträge nun wieder etwas geringer ausfallen wird. Bitte entschuldigt dies.

Auf der anderen Seite bedeutet das, dass nicht mehr viel Stoff für das Gewinnspiel kommen wird. Ihr könnt Euch also jetzt schon an die Arbeit machen und etwas erschaffen, was mir als Erinnerung an meine Zeit hier nützlich werden kann. Zu gewinnen gibt es natürlich auch was: Mihaus Japan-Blog - GEWINNSPIEL + Mihau versucht sich am Singen und Tanzen

Bis dahin,

Mihau







 






 
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