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 Mihaus Japan-Blog - Fit durch Frit­teu­se

Guten Abend liebe Leute!

Heute ist Montag, der Tag vor meinem Ring-Debut als Wrestler! Zwar wird mein „Debutkampf“ kein wirklicher Kampf, sondern eher eine komödiantische Vorstellung mit ein paar Handgriffen sein, trotzdem freue ich mich sehr darauf! Am Sonntag darauf habe ich dann auch meinen ersten richtigen Wrestling-Kampf! Hierzu mehr aber erst im nächsten Bericht.

Die nächsten Wochen werden relativ voll mit Wrestling-Auftritten sein. Unsere Saison endet erst Ende November und zwar mit einem großen Event, welches auch mein Abschlussevent sein wird. Da ich Anfang März schon zurückfliege, werde ich ab November kein Wrestling mehr machen können :( Aber das liegt noch in Zukunft und zuerst ist Training für die Auftritte angesagt! Unter anderem wegen diesem Training besuche ich seit ein paar Wochen ein Fitnessstudio in der Nähe meiner Uni. Ich weiß leider nicht, ob dieses Fitnessstudio vergleichbar ist mit anderen Fitnessorten in Japan, es ist nämlich das Billigste in der Nähe. Der erste große Unterschied zu den Fitnesszentren in Deutschland, die ich bisher kennenlernen durfte (zugegebenermaßen sind es nicht viele) ist, dass es nicht möglich ist, sich ein Monats- oder Jahresabo zu kaufen. Man zahlt also bei jedem Besuch einen Preis von 350 Yen (ca. 3 €). Mir persönlich hilft dieser, verglichen mit manchen deutschen Preisen, etwas höhere Preis bei der Motivation.
Was sofort auffällt ist die hohe Anzahl an älteren Personen beider Geschlechter. Zwar sind die jüngeren Muskelprotze trotzdem in der Überzahl, verglichen jedoch mit meiner Erfahrung in Deutschland waren trotzdem erstaunlich viele Senioren anwesend.

Das Thema der fitten Senioren habe ich mit Sicherheit schon angesprochen, doch mithilfe des obigen Beispiels wurde mir die Situation nochmal klarer. Gefühlt, jedoch meine ich, dass auch Statistiken dies belegen, ist es so, dass die alten Japanerinnen fitter sind als die alten Deutschen. Während mein Gastvater mit 76 Jahren Ende Oktober nach Perth, Australien fliegt, um an einem internationalen Sportwettbewerb für Senioren teilzunehmen und wöchentlich mindestens drei Mal Fußball spielt, jammerte manch gleichaltrige Omas im Seniorenzentrum in Deutschland, in welchem ich arbeiten durfte, schon über ihren körperlichen Zustand. Die japanische Bevölkerung allgemein, egal welchen Alters, scheint in manchen Aspekten gesünder zu sein. Gründe dafür gibt es viele und natürlich sind diese auch von Individuum zu Individuum unterschiedlich, jedoch finde ich, dass die Ernährung hier die wohl größte Rolle spielt. Als ich nach Japan zog und die ersten Monate bei meiner Gastfamilie mir jeden Abend den Bauch vollgeschlagen habe, nahm ich trotzdem ab, ohne etwas dafür zu tun! Jetzt als Alleinlebender ist es jedoch schwierig, da man sich die meiste Zeit mit Billigessen aus Konbinis ernährt.

A propos Ungesunde Ernährung! Ich war letztens in einem sehr interessanten Restaurant, welches Kushikatsu verkaufte. Wer es nicht kennt, hier ein Versuch einer Erklärung:
Man stelle sich ein Restaurant vor, mit vielen Tischen. Normal. Jedoch hat ein jeder Tisch eine eigene kleine eingebaute Fritteuse gefüllt mit Öl in der Mitte. Diese wird vom Personal angemacht und man geht ans Buffet, an welchem man neben Salat usw. Gemüse oder eben Fleisch aufgespießt auf längeren Holzstäbchen finden kann.
Man nimmt sich, was lecker aussieht, und steckt dies in die Fritteuse. Wenn es fertig ist, ist es zwar mega ungesund ... aber lecker! XD

Da ich morgen früh aufstehen muss, um den Ring vor dem Auftritt nochmal vorbereiten zu können, höre ich nun hier auf. Man liest sich nächste Woche :)
 





 
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