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 Mihaus Japan-Blog - Dicke beim Shoppen
 
Servus Leute,
eine anfangs ruhige aber gegen Ende stressige Woche geht vorbei. Während ich Montag bis Donnerstag versucht habe, mein Hörverständnis im Japanischen aufzubessern, reiste ich am Freitag und Samstag in die schon oft besuchten Städte Ōsaka und Tōkyō.

Zugegebenermaßen ist das Verbessern des Hörverständnisses eher eine Art Ausrede. Vielleicht erinnert sich der/die ein oder andere Leser/in an den Manga “Train Man” welcher 2007 auch in Deutschland erschien. Ich habe diesen Manga des Genres Romance/Comedy sehr gefeiert und mich dieses Jahr daran erinnert, dass ich irgendwo mal gelesen habe, dass es hierzu auch ein japanisches Drama gibt. Prompt wurde im Internet gesucht und die Abendplanung für diese Woche ist gelaufen :D

Am Freitag führte uns unser Ausflugsprogramm nach Ōsaka zu einem Bunraku-Theater. Bunraku ist die japanische Version des Puppenspiels und wurde im Jahr 2005 von der UNESCO auf die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit gesetzt. Wir setzten uns in eine Vorstellung, welche prinzipiell für Schüler zu sein schien. Neben der klassischen Vorstellung, in welcher die Puppen entweder getanzt oder ein Schauspiel voller Mord und Neid vorführten, wurden die Kunstfertigkeiten der Puppenspieler genau erklärt. Da es sich also um eine bildende Veranstaltung handelt, war der Saal voll mit Schülern.

Prinzipiell war es eine sehr interessante Vorführung. Vor allem die sehr speziellen Puppen und die besondere Handhabung der Puppen (um eine Puppe führen zu können, braucht man 3 (!) Personen) erweckten mein Interesse. Doch leider zog sich das Ganze ein wenig in die Länge, weswegen ich manchmal unwissentlich meine Augen schließen musste...Dies könnte aber natürlich auch an “Train Man” liegen, welchen ich in der Nacht davor exzessiv geschaut habe.

Nach der Vorstellung entschieden sich der Freund namens Theo und ich für eine kulturelle Aktivität und wir spazierten zum wohl einzigen kulturell relevanten Ort Ōsakas: das Schloss Ōsaka. Ein sehr prächtiges Schloss auf einem sehr breitflächigen Gelände. An den Rändern der Außenmauern konnte man einen schönen Ausblick auf die Wolkenkratzer Ōsakas genießen und abgefuckte alte Tempel besichtigen.
Während bei den ersten vier Malen in Ōsaka ich ein eher schmutziges Bild von der Stadt gewonnen habe, fand ich an diesem Freitag nun endlich ästhetisches Gefallen an Ōsaka. Nicht nur die Ausblicke vom Schloss, sondern auch der Fluss Yodo mit seinem wunderschönen Nakanoshima Park bescherte uns im Mix mit der prallen Sonne einen sommerlich-schönen Ausblick.

In derselben Nacht fuhr ich mit dem äußerst ungemütlichen Nachtbus in Richtung Tōkyō. Der Grund für den nochmaligen Besuch der Hauptstadt war mal wieder die Piratenpartei, doch bevor ich an meinem ersten offiziellen Meeting mit den Piraten in Japan teilnahm, musste ich die Zeit irgendwie totschlagen. Zum Glück ist Tōkyō einigermaßen groß, sodass man auch beim dritten Besuch der Stadt genug zu besichtigen hat. Dieses Mal entschied ich mich für Harajuku, dem Mode-/Shoppingviertel Tokios. Dorthin kam ich mit der Yamanote-Line, einer U-Bahn-Linie, welche durch ganz Tokio in einem Kreis fährt. Innerhalb einer halben Stunde konnte ich also die ganze Strecke der Linie durchfahren und konnte stets ein wenig von der Stadt sehen.

Durch den Yoyogi-Park - einem Vorpark des Meiji-Schreins - gelang ich dann letztendlich zu Harajuku. Eine lange Straße voll mit noblen Kleidungsläden. Viele kleinen schnuckligen Gassen - ebenfalls voll mit Kleidergeschäften - verschönerten den Spaziergang ungemein. Sogar ein Bio-Geschäft habe ich gefunden. Ah, und ein Kondomladen gab es auch.

Leider blieb mein großes Problem in Japan bestehen: Ich komme hier einfach nicht so einfach an Kleidung, da ich zu dick bin xD Die größte Größe ist oftmals XL, welches ebenfalls oftmals kleiner als unser XL zu sein scheint. (Gilt auch für die Kondome *badumtss*).

Sehr überrascht war ich, als ich plötzlich auf der berühmten Alle-Gehen-Kreuzung in Shibuya stand. Als die Ampel für die Fußgänger grün wurde, fühlt man sich aufgrund der großen Menschenmasse, welche auf dich zuläuft, wie auf einem Schlachtfeld.

In Shibuya besuchte ich letztendlich den One Piece 麦わらストア, also den Strohhut-Shop. Ein Laden in einem Einkaufszentrum voll mit verschiedensten Goodies zum Thema One Piece: Süßigkeiten, Karten, Unterhosen, Figuren, Poster, etc. etc.
An der Kasse las die Kassiererin den Preis in Berry vor! IN BERRY! Ich fühlte mich wie im Paradies! Will da unbedingt nochmal hin <3

Und nun mache ich noch ein paar Hausaufgaben und freue mich auf das Polen-Spiel um 1:00 und auf das Deutschland-Spiel um 4:00 Uhr! :) Wird wohl ne schlaflose Nacht!
 
 
 






 
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