Games > Game Check > Playstation 3 > Game Check: Tales of Xillia (PS3)

 
Autor: Justus Göhlsch
Tales of Xillia ist ein Rollenspiel vom Publisher Namco Bandai. Das Releasedatum war der 09.08.2013 für die PlayStation 3 mit der Altersfreigabe von 12 Jahren.

Tales of Xillia schlägt gleich am Anfang mit einer zweischneidigen Klinge. Man hat die Wahl die Geschichte aus der Sicht vom Studenten Jyde Mathis oder der Herrin der Geister Milla Maxwell zu erleben.
Milla, auf dem Weg den Bau einer Superwaffe zu verhindern, gerät mit dem Studenten Jyde in eine missliche Lage. Die Herrin der Geister wird die Fähigkeit geraubt ihre 4 großen Schützer zu beschwören und damit auch die Fähigkeit aller Menschen mit diesen zu harmonisieren. Der Bau der Waffe läuft auf vollen Touren voran und eine Vernichtung dieser ist weit entfernt. Zuerst müssen die 4 großen Geister wieder in die menschliche Welt berufen werden, was natürlich nicht so einfach ist wie gedacht. Klingt alles ja ziemlich simpel, doch beträgt dieser Teil des Spieles höchstens ein Bruchteil. Man sollte gefasst sein welches Ausmaß die Geschichte noch annimmt.

Grafik läuft hierbei leider nicht großartig aus. Für das Jahr 2013 und die drohende 4. Generation ist das eindeutig ein wenig mau. Sicherlich kann man den „Anime-Stil“ der Charaktere schlecht verfeinern, aber jede Kulisse monoton wirken zu lassen ist nicht wirklich vertretbar.

Zudem kommt es mir vor, als ob einige Soundtracks in jedem zweiten Gebiet wiederholt werden. Nichtsdestotrotz angenehme Musik wie in jedem anderen Japan-RPG mit Zither und Co. Einiges erinnerte mich stark an die Final Fantasy-Reihe. Der Spieler muss sich mit englischer Synchronisation zufrieden geben. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn anhören tut sie sich gut. Soundeffekte an sich sind zurückhaltend. Nervtötend dagegen die Kampfmusik. Es ist immer dieselbe und führt nach einer Weile zur Unlust von Kämpfen.

Das Gameplay ist simpel gehalten. Ab und zu mal Knöpfchen hämmern und Artes beschwören. Wer professioneller spielt kann den Monstern ausweichen und sie austricksen. Außerdem kann man stets zwei Charaktere Synchronisieren, so Taktiken planen und verheerende Kettenangriffe starten. Wirklich nötig sind diese aber nur bei Bosskämpfen. An sich bleibt der Schwierigkeitsgrad aber relativ gleich. Am Anfang dachte ich mir: Eine Art Kingdom Hearts ohne Akrobatik und schlauer KI. Stellte sich aber dann doch als etwas untertrieben dar. Außerhalb der Kämpfe erkundet man die Landkarte zu Fuß. Das Schöne an der ganzen Sache ist, man kann Kämpfen aus dem Weg gehen. Um glatt durch das Spiel zu kommen ist es aber nicht empfohlen.

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Tales of Xillia Tales of Xillia
Tales of Xillia Tales of Xillia
Tales of Xillia Tales of Xillia

Während man an den Monstern vorbeizieht oder sie Auge um Auge bekämpft, besucht man eine Menge Orte. Einige Orte ähneln sich ungemein und unterscheiden sich alleinig durch die Himmelfarbe. Die „Level“ sind schlauchartig mit wenig Freiheit. Ab und zu gibt es eine Abzweigung und/oder Abkürzung die man Untersuchen kann, aber wirklich verwinkelt sind nur wenige Karten. Gestaltet sind manche ganz gut. Von Fantasievollen Wäldern und Wasserfällen zu weiten Feldern und Gebirgen ist alles dabei. Trotz der Erfahrung der Monotonie, erwartet man immer wieder neue Landschaften.

Der Umfang in Tales of Xillia liegt wie in vielen RPG's in der Vielfalt von Items. Monster sind im Endeffekt dieselben mit leichten Veränderungen. Den riesigsten Teil macht die Story, mit ca. 50 Stunden Spielzeit, aus. Klingt für Veteranen nach zu wenig, aber reicht vollkommen aus, damit nichts aus dem Ruder läuft. Es gibt nicht viel Abwechslung, aber mehr als eine gute Story wird nicht erwartet.

Auch wie in vielen anderen Spielen wird durch die Story ein Gefühl vermittelt, als wäre man eine Art Staatsfeind. Schließlich flüchtet man vor größeren Mächten, aber gleichzeitig plant man einen Schlag gegen sie. Am Anfang kam mir das Spiel ein wenig kindisch vor, aber umso verschärfter die Sache wird, desto tiefer wird man doch in die Geschichte hineingezogen. Gerade der Wechsel zwischen friedlicher Naivität und dem Terror machen ein Rollenspiel aus.

Wo die Story aufhört fängt der störende Teil an. Gerade weil das Umgehen von Kämpfen ein Tabu sein sollte (um nicht ewig auf einem Level zu verweilen), darf man sich auf ziemlich langweilige Phasen einstellen. Um eine passende Stufe für die Zukunft zu erreichen sollte man sich schon alle Monster auf dem Weg vornehmen. Da das aber Ewigkeiten dauert geht von Zeit zu Zeit auch der Spielspaß verloren. Das positive an der ganzen Sache ist, dass man nebenbei natürlich einige Items aufsammelt die sehr von Nutzen sein werden.

Diese Items benutzt man zum Beispiel zum Tausch von Gegenständen, zum Aufwerten von Läden oder um schnell mal ein wenig Geld zu machen, das man wirklich braucht. Umso höher die Stufe eines Ladens ist, desto bessere Waffen, Rüstung, Tränke oder Schmuck werden verkauft. Dass man natürlich nicht all seine Items an die Läden spendieren soll, merkt man an den Preisen der neuen Lieferungen. Wer wirklich immer „Up-To-Date“ sein will, der sollte schon mal eine Stunde mehr auf den Wiesen verbringen.



Justus Göhlsch - Games-Redaktion
Fazit:
Das Spiel hat es in Sachen Story ganz schön in sich. Leider fehlt es dazu an Abwechslung und Spaß. Im Grunde könnte ich mir genauso gut einen Anime anschauen oder ein Buch aus dem Jugend-Roman Abteil nehmen. Ich bin zwar glücklich, dass ich mir einen Teil der Tales-Serie antun durfte, doch bin ich mir sicher, dass es mehr als die Fans nicht erreichen wird. Gut, dass ich nicht zu erwartungsvoll war, denn schon am Anfang hätte ich es am liebsten weggelegt. Ein Glück, dass ich „gezwungen“ werde es zu spielen, DENN nach einer Weile fand ich es dann doch ziemlich interessant. Im Ganzem: Um das Spiel zum Laufen zu bringen, erst mal ganz langsam die Kupplung kommen lassen.
 
.:Details:.
Genre:
RPG, Action-Adventure
Plattformen:
PS3
Spieleranzahl:
1-4
Release:
09.08.2013
Publisher:
Namco Bandai
Entwickler:
Namco Bandai
USK:
12
Offizielle Seite:
www.talesofgame.com
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