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 Game Check: The last of Us (PS3)
 
Autor: Justus Göhlsch
The Last of Us ist ein Action-Adventure von Sony Entertainment Europe und Naughty Dog. Es kam am 14.06.13 für die PlayStation 3 in die Läden. Die Altersfreigabe ist für Personen im Alter von 18+ Jahren.

20 Jahre nach dem Ausbruch der Infektion eines tödlichen, manipulierenden Virus, erhalten Joel und Tess, Schmuggler aus einer Quarantäne-Zone in Boston, einen Auftrag von den Fireflies. Die Fireflies sind eine Fraktion, die gegen die Regierung arbeitet um die Krankheit zu dämmen. Der Auftrag beinhaltet eine Eskortierung der 14-Jährigen Ellie, die anscheinend immun gegen das Virus sei. Alles beginnt mit einer holprigen Flucht aus der militärischen Kolonie, doch es stehen mehr als nur schwer bewaffnete Soldaten im Weg. Es ereignen sich einige Schicksalsschläge auf dem Pfad durch eine zombiverseuchte Welt und die Beziehung der Protagonisten wandelt sich wie Eis zu Wasser.

The Last of Us ist ein wunderschönes Spiel in der jedes Detail zur Geltung gebracht wird. Die erste Reaktion eines Freundes war: "Schöne Details" und dem kann ich mich nur anschließen. Jeder einzelne Müllcontainer und jeder gepflasterte Stein macht Eindruck. Aber es würde wundern, wenn es nicht ein kleines Manko gäbe und dieses ist wie oft die Hintergrundkulisse. An sich fällt sie meist nicht auf, da alles von Häuserblocks umgeben ist, aber im späteren Spielverlauf entpuppen sich beispielsweise Gebirgsketten als eine Art Pappaufsteller. Ansonsten zeigt sich das Spiel stets nur von seiner besten Seite und läuft geschmeidig über den Bildschirm. Im Grunde nichts zu bemängeln.

Ein großer Störfaktor in vielen Spielen ist der Übergang von leise zu laut. Nach Schleichaktionen erwartet man heftig, knallende Schießereien, aber zum Glück ist das hier nicht der Fall. Die Lautstärke musste so ziemlich nie runtergedreht werden und genügend Gehör fand man in der Stille trotzdem noch. Trotz der in Maßen gehaltenen Lautstärke findet man eine reichhaltige Geräuschkulisse vor. In dunklen Kellern kratzt und schabt es aus allen Ecken, Infizierte werden schon frühzeitig angekündigt und das alles wird oft mit finsterer Musik begleitet. Apropos Musik, diese wird  gut in den Hintergrund eingebracht und produziert so ziemlich immer die richtige Stimmung, wenn auch meist ein klein wenig zu düster.

Das Gameplay ist fast ein Optimum der Spielbranche. Es spielt sich einfach hervorragend flüssig ohne Aussetzer an Wänden, am Fadenkreuz oder während anderer Aktionen. Alle eingebrachten Aktionen verlaufen einwandfrei und bieten eine ziemlich gute Palette an Möglichkeiten um Beispielsweise die Seite des Schulterblicks zu ändern. Normalerweise nichts Besonderes, aber im Gegensatz für andere Spiele unglaublich praktisch. Doch wieder ein einziges Manko: Viele Interaktionen werden nicht sofort ausgeführt. Zum Beispiel steht man auf der Flucht vor einer Leiter die gerade heruntergelassen wird... Dreieck-Knopf... nichts geschieht... Wiederholung... und schon hängt dir ein Infizierter am Hals. Die ganze Prozedur funktioniert nur, nachdem man sich entfernt hat und wieder auf die Leiter zubewegt. Ein winziger Fehler der nicht unbedingt behoben werden muss.

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The last of Us The last of Us
The last of Us The last of Us

Das Leveldesign ist schlauchartig gehalten und dennoch erscheint alles frei und begehbar. Es gibt oft Türen, die man knacken kann um Gegenstände einzusacken. Jeder Weg führt entweder durch atemberaubend schöne Landschaften oder aber atemberaubende dunkle Untergeschosse. Unter einem gruseligen Keller versteht man ja Dunkelheit mit leichtem Lichtdurchlass, rostigen Rohren mit Fässern und Kisten und überall ungewisse tiefe Überschwemmungen. Voilá, ein Level in The Last of Us.

Der Umfang ist stabil und übersichtlich gehalten, so lange es sich um äußere Dinge handelt. Viel Neues gibt es nach der Zeit nicht zu sehen. Rätsel wiederholen sich nach und nach. Doch was die Story angeht lässt sich eines zum Umfang sagen. Das Spiel hat sich die Altersbeschränkung von 18 Jahren wirklich verdient, selbst wenn der Ausdruck von Gewalt nicht wäre. Die Geschichte entwickelt sich einfach von "Normal" nach "Inhaltsreich" zu "Psychologe". Am Schluss war es entweder zu einfach oder zu schwer das Ende zu deuten und zu analysieren. Man muss schon, wenn möglich, alle Informationen aufsammeln, die einem über Augen und Ohren kommen. Ich hatte das Gefühl als hätte ich etwas Wichtiges verpasst, was schon durchaus der Fall hätte sein können. Eines kann man sagen: Man denkt so ziemlich jeden Moment an die Ethik und was man selber gemacht hätte. Knapp 5 schlaflose Nächte.

Was will man schon in einer Welt erwarten, die vor 20 Jahren untergegangen ist? Leere Straßen, umgekippte Container, eingeschlagene Autos und Pflanzenwuchs. Anders sieht es in The Last of Us nicht aus, nur, dass es sich auf eine ganz andere Ebene bezieht. Irgendwie schafft es das Spiel, alle Gegenstände die um einen liegen einfach so verloren wie möglich zu gestalten. Kein einziger verlassener Güterzugbahnhof auf der ganzen Welt vermittelt das, was in diesem Spiel steckt. Man schafft es einfach, alle Klischees einer apokalyptischen Erde zu vereinen und sie so melancholisch erscheinen zu lassen, dass allein diese Atmosphäre das Spiel zu einem Meisterwerk machen lässt. Dazu noch ausgeglichen, vereinzelte Zombihorden à la I'm Legend und es scheint perfekt.

Die Ausrüstung die Joel und Ellie besitzen, bestehen aus Gewehren, Pistolen, Wurfgeschossen (die sich auch als Ablenkung nützlich machen) und sehr speziellen Waffen, sowie modifizierbaren Nahkampfwaffen. Extras wären Medkits und Utensilien wie Klebeband, Scheren etc. um Gegenstände wie Messer herstellen zu können. Außer dem Plündern von Kühlschränken und privaten Schubfächern kann man sich auch dem Sammeln von Comics und Firefly-Anhängern widmen um jeweilige Trophäen zu ergattern.

Das Interesse das man an dieses Spiel legt kann man nicht Spaßfaktor nennen. Es ist einfach eine Gespanntheit, wie das lesen eines packenden Buches. Selbst wenn es einmal kurz nicht fesselt, ändert sich die Auffassung schon nach wenigen Minuten und man will es gar nicht weg legen. Doch selbst ein sehr gutes Buch liest man selten ein zweites Mal. Es ist ein Spiel das allein durch seine Story so viel Aufsehen erregt. Natürlich ist die Spielbalance wunderbar ausgeglichen, aber es fehlt einfach an Wiederspielwert.


Justus Göhlsch - Games-Redaktion
Fazit:
The Last of Us ist ein Spiel das mich seit langem wieder um viele verträumte Minuten gebracht hat. Die Geschichte ist einfach fantastisch und dramatisch zugleich. Es freut mich, dass so ein gutes Spiel noch für die alte Dame PS3 erschaffen wurde und es stellt außerdem den Beweis auf, dass die "alte Schabracke" noch einiges unter der Haube hat. Ich hatte schon fast vergessen, was für wundervolle Spiele in dieser Zeit noch möglich sind. Ein einzigartiges Must-have für Sammler von guten Spielen und selbst für Standardzocker mehr als einen Griff wert. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt, denn dieses Spiel könnte noch einiges bringen. Also: Klasse Story, klasse Grafik, klasse Dynamik und gefüllt mit unterschwelligen Nachrichten.
 
.:Details:.
Genre:
Action-Adventure
Plattformen:
PS3
Spieleranzahl:
--
Release:
14.06.2013
Publisher:
Sony
Entwickler:
Naughty Dog
USK:
18
Offizielle Seite:
http://thelastofus.com
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