Newsletter | Forum | Fan-Shop |
Fehler Melden
 Game Check: Metal Gear Rising: Revengeance (PS3)
 
Autor: Justus Göhlsch
Metal Gear Rising: Revengeance ist ein 3rd Person Action-Stealth Spiel von dem Publisher Konami und den Entwicklern von Platinum Games und Kojima Productions. Erschienen ist es am 21. Februar 2013 für die PlayStation 3 und der Xbox 360.

4 Jahre nach der Zerstörung der "Outer Heaven" und der Zerschlagung des „Sons of the Patriots“-Systems, sind alle größeren Militärunternehmen in kleine Splittergruppen zertrennt. Das friedenstiftende Unternehmen Maverick Security Consulting, Inc., dem Raiden angehört, präsentiert dem Premierminister eines Afrikanischen Landes seine Maßnahmen zur weiteren Friedenserhaltung. Während dieser kleinen Spritztour wird ein Anschlag von unbekannten Truppen verübt, um den Premierminister zu kidnappen. Durch Raidens Einschaltung findet man heraus, dass diese Truppe sich "Desperado" nennt und eine neue Kriegswirtschaft erschaffen will.

Die Grafik im Spiel gleicht der, des letzten Metal Gear Solid. Im Großen und Ganzen ist alles so wie es sein soll: Keine matschigen Texturen, keine klumpigen Polygone und alles bis auf das kleinste Detail geschärft. Sollten irgendwo Kleinigkeiten auftauchen, fallen diese bei der Hektik sowieso nicht auf. Effektmäßig spielt Metal Gear Rising schon in den höheren Ebenen. Alles ist schön inszeniert und wenn nicht mal irgendwo leuchtende Cyborgteile gefolgt von blitzenden Klingen durch die Luft fliegen, dann sind es entweder explosionskräftige Geschosse oder Gegner die mit halber Schallgeschwindigkeit nur durch ihre hinterher ziehenden Farben zu sehen sind.

Die explosive Atmosphäre wird gefolgt von Jamie Christophersons Sounds, dessen Album zum Spiel ich mir gleich nach den Credits zulegen musste. Schon beim ersten Bosskampf musste ich sofort nachschauen wer diese Gitarre schwang. Man kann also beruhigt sagen, dass die Musik die richtige Würze verleiht. Wenn es nicht gerade nach Rock-Electro klingt, dann ist es epische Musik die jemanden gegen spinnenartige Metal Gears aufhetzt. Die Synchronisation des Spiels ist in Englisch gehalten. Jeder Charakter hat seine eigene passende Stimme, wobei ich sagen muss, dass man bei deutschem Englisch (Synchro des  deutschen Wissenschaftlers) immer ein wenig übertreibt. Metal Gear Rising ist eines der wenigen Spiele in dem mich kein Ton stört. Alles ist im Maß gehalten und klingt dazu noch gut.

Das Gameplay ist recht einfach gehalten. Combos gibt es, aber nicht so viel, dass man Listen auswendig lernen muss. Blocken ist da schon etwas anspruchsvoller. Man achte auf die Angriffe, drücke die richtigen Tasten und wehret den Angriff gekonnt ab. Wäre das so einfach wie es klingt, hätte ich mir Frust ersparen können. Ich grüße dich Ninja Gaiden. Doch außer diesen kleinen Herausforderungen, spielt sich das Spiel relativ einfach. Man nehme Raiden und den Ninja Sprint, umrennt seine Feinde, weicht gegebenenfalls Angriffen aus und schneidet sich durch die Horden. Ich meinte relativ, denn es gibt auch einige Gegner die einem die Hölle heiß machen können. Beispielsweise fiese Gorilla-Cyborgs, denn die bemerken Raiden ziemlich schnell und können ihn Bewegungsunfähig machen. Aus solchen Fallen, befreit man sich via Quicktime-Events. Zu früh gefreut, denn nach der Befreiung heißt es entweder schnell weg oder blocken! Zwar sieht man welche Angriffe man blocken kann, doch lässt mit dem Alter die Reaktionszeit nach. Doch Bosskämpfe laufen wie gewohnt: Bis auf ein Minimum bekämpfen und die letzten Lebenspunkte mithilfe von gut inszenierten Quicktime-Events ausradieren.


Für Großansicht der Bilder bitte anklicken
Metal Gear Rising Revengeance Metal Gear Rising Revengeance
Metal Gear Rising Revengeance Metal Gear Rising Revengeance
Metal Gear Rising Revengeance Metal Gear Rising Revengeance

Im Spielverlauf hat man die Chance Münzen zu sammeln womit man seinen Charakter stärken und bestimmte Beziehungen zu anderen Crewmitgliedern aufbauen kann. Diese haben den Sinn Spezialattacken ausführen und aufwerten zu können. Des Weiteren erhält man auf dem Schlachtfeld aus Truhen bestimmte Gegenstände zum Heilen oder um sich positiver Effekte zu bereichern. Kombos werden nach der Zeit freigeschalten.

Spaß machte mir das Spiel anfangs nicht, doch nach der Zeit als der Charakter stärker wurde, musste ich einfach neue Dinge ausprobieren. Trotz der wenigen Abwechslung ist es auch mal erfrischend nach der Arbeit ein paar Minuten mit dem besiegen von One Piece Bösewichten zu verbringen.

Das Leveldesign ist linear gehalten. Bis auf kleine Nischen in denen man Items findet, bleibt man auf einer festgelegten Strecke. Es gibt oftmals Missionen in Gebäuden die ein wenig mehr bieten als Straßen aber trotzdem bleibt nicht allzu viel Spielraum. An sich ist alles gut gestaltet. Mich haben schon immer Plakate von halbnackten Frauen irritiert, die man zerschneiden konnte damit neue Bilder zum Vorschein kommen, in der Hoffnung das gäbe Erfolge. Nein ich muss schon sagen, dass alles schön detailliert ist, besonders diese seltsamen Bilder. Ich hatte keine Makel entdeckt und bin zufrieden.

Metal Gear Rising verleiht ähnliches Klima wie Metal Gear Solid 4. Man kämpft hier zwar nicht gegen normale Soldaten, sondern gegen Cyborgs. Doch überall kommt der gleiche moralische Konflikt zum Vorschein, wie aus Metal Gear Solid 4: "The Beauty and the Beast". Die Cyborgs kämpfen um ihre Familien, weil sie arm sind oder nicht anders können. Im Grunde bleibt Hideo Kojima bei seinem Konzept. Niemand will die Kriegswirtschaft, doch sie brauchen sie. Bösewichte handeln hier beispielsweise aus Ehre, schlechter Vergangenheit oder einfach nur Wahnsinn. Eigentlich, auch wenn schon mal durchgekaut, ist diese Art von Story doch was Neues in der heutigen Spielbranche. Ich konnte mich zwar nicht so wirklich direkt hineinleben, aber für gute Atmosphäre reicht es allemal.

Laune macht mir das Spiel allein wegen dem Blade-Mode, in dem man seine Gegner per Zeitraffer beliebig zerstückeln kann und somit bestimmte Komponenten herausschneidet, die einem Energie und Leben bringen. Ausserdem finde ich es schön, dass man genau planen kann wie man vorgeht, ob nun einfach durch und alles ummähen oder per Auslese einen Gegner nach dem anderen meucheln, bleibt ganz dir überlassen. Bosskämpfe sind zwar etwas eintönig, aber der letzte Dreh ist faszinierend. Solche Quicktime-Events kenne ich auch sonst nur aus God of War, wenn Kratos überhaupt mit Raiden mithalten kann. Alles ist so gut geschnitten und mit Musik hinterlegt, das kann nur Spaß machen.
Der Umfang in Metal Gear Rising ist in Grenzen gehalten und das finde ich gut so. Es gibt hier und da ein paar Extras, aber nicht so viel, dass es unübersichtlich wird. In Sachen Kampfgeschehen finde ich aber, dass einige Gegner mächtig was im Ärmel haben, d.h. es könnte schwierig werden bei der Gegnerfülle herauszubekommen was sein Gegenüber vor hat und wie man dem Angriff am besten entgeht. Auch hier wurde alles richtig gemacht und vor allem übersichtlich.

Raiden kann mitunter noch 4 weitere Waffen statt seinem HF-Schwert verwenden. Diese sind in der Story unterteilt und lassen sich nach der Errungenschaft ausrüsten. Ausserdem ist Raiden in der Lage ein paar Geschosse der Soldaten zu verwenden, darunter z.B. Panzerfäuste. Zu sammeln gibt es Gegenstände, wie Nanopaste zum heilen, Elektrolyt Packs um eure Cyborg-Energie aufzuladen, Kisten und Ölfässer … Veteranen sollten wissen warum. Nach jedem abgeschlossenem Stage erwartet euch eine Ruhepause in der ihr euch weitere Combos für eure errungenen Waffen oder Updates kaufen könnt. Zudem gibt es auch Kleidung für Raiden freizuschalten.

Freizuschalten gibt es aber auch VR-Missionen, in denen ihr Aufgaben erfüllen müsst um Belohnungen zu erhalten. Andere Modi gibt es bis auf den Storymodus leider nicht.


Justus Göhlsch - Games-Redaktion
Fazit:
Metal Gear Rising: Revengeance ist eine gewagt Aktion von Hideo Kojima gewesen. Und sie ist gelungen. Mir hat das Spiel wirklich deswegen gefallen, da mal von üppigen Gut & Böse, Weltuntergang und Retter Aktionen abgesehen und einfach eine kurze Moralpredigt an die heutige Wirtschaft gehalten wird. Trotz 6 Stunden Spielzeit war ich doch wirklich zufrieden mit dem Spiel und würde es gerne weiterempfehlen. Ich habe Dinge gelesen, dass die Kameraführung einige Fehler hat und zu unnötigen Matt-Situation führen, doch außer zwei überflüssiger Aktionen schließe ich mich dem nicht an. Meine Meinung ist: Man hätte mehr als eine 6 Stunden Story raus holen können, aber der absolute Spielspaß und die Action die in dem Spiel liegt macht solche Fehler wett. Wirklich erstaunliches Spiel.
.:Details:.
Genre:
Action-Adventure
Plattformen:
PS3, XBOX 360
Spieleranzahl:
--
Release:
21.05.2013
Publisher:
Konami
Entwickler:
Konami
USK:
18
Offizielle Seite:
www.metalgearsolid.com
.:Neues:.
Anime Check: Pumpkin Scissors - Gesamtausgabe (DVD)
06.05.2017
» Zur Meldung
Anime Check: Hakuoki Movie 1 (Blu-ray)
03.05.2017
» Zur Meldung
KAZÉ Anime Night – Attack On Titan Part II
05.04.2017
» Zur Meldung
Anime Check: God Eater Vol.2 (Blu-ray)
14.03.2017
» Zur Meldung
Anime Check: God Eater Vol.1 (Blu-ray)
11.03.2017
» Zur Meldung

.:Fans:.
 
Print

Powered by Contrexx® Software