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 Game Check: Fairy Fencer F (PS3)
 
Autor: Tobias Reuter

Fairy Fencer F (Feari Fensa Efu)
Plattformen: Playstation 3 Game Check: Fairy Fencer F
Spieleranzahl: 1
Release: 26. September 2014
Publisher: NIS America
Entwickler: Compile Heart
Genre: Action-Rollenspiele, J-RPG
USK: 12
Offizielle Seite: Fairy Fencer F

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Fauler Held trifft auf süße Fee.

NIS America (Hyperdimension Neptunia) wirft zusammen mit der flashpoint AG ein neues J-RPG auf den Markt. Wie auch bereits Hyperdimension Neptunia stammt das neue Actionreiche Game Fairy Fencer F aus dem Hause Compile Heart. Aber kann der neue Titel überzeugen?
 
Vor langer, langer Zeit herrschte ein furchtbarer Krieg zwischen den Göttern der Welt. Beide Seiten wollten den Kampf um jeden Preis gewinnen, und schmiedeten daher magische Schwerter - die sogenannten Furies - denen die Kraft einer Fee innewohnt.
Doch auch mit der Hilfe der Furies, konnte der Krieg nicht beendet werden, sodass sich schließlich die beiden Götter selbst versiegelten.
Jene Schwerter sind seither auf der ganzen Welt verstreut, und warten nur darauf von »Fencern« gefunden zu werden.
 
Genau an dieser Stelle tritt der Protagonist »Fang« auf den Plan. Ihm ist das Gerücht zu Ohren gekommen, dass demjenigen, der ein riesiges Schwert aus dem Boden zieht, jeder Wunsch erfüllt wird.Kurzerhand macht er sich also auf den Weg dieses legendäre Schwert in seinen Besitz zu nehmen, und seinen Wunsch – so viel essen, wie er möchte - zu erfüllen. Doch mit dem Schwert hat er nicht nur Eryn, sondern ebenso jedemenge Ärger am Hals.
 
Bevor wir uns allerdings dem Inhalt des Spiels widmen, schauen wir uns unseren »Helden« erst einmal genauer an.
Der Protagonist der Geschichte, Fang, ist überhaupt nicht dass, was man einen Helden nennen würde. Er ist faul, selbstsüchtig und verfressen. Kurz um, ein Tunichtgut, dessen einziges Interesse Essen und Schlafen gilt. Als er also das besagte Schwert problemlos aus dem Boden zieht, taucht vor ihm eine kleine niedliche Fee auf. Sie erklärt ihm das er von nun an zusammen mit ihr als »Fairy Fencer« umherreisen muss, um die verstreuten Furies zu finden. Doch davon will Fang am Anfang Überhauptnichts wissen, und begrüßt sie mit »Gib mir was zu essen«.
Das erste Treffen hatte sich die kleine Fee Eryn sicher anders vorgestellt. Kein Wunder, das beide hin und wieder aneinandergeraten. Als sie ihm aber offenbart, dass sie ihre Erinnerungen verloren hat, beschließt er ihr letzten Endes doch bei der Suche zu nach den Furies helfen.
 
Kommen wir nun langsam zum Spiel.
Am Anfang des Games erwartet euch eine kleine Einleitung, in der ihr in einer Gefängniszelle aufwacht. Nach der Geschichte von Fangs und Eryns erstes Treffen, beginnt der eigentliche Part des Spiels. Ihr müsst Fang durch eine Welt voller Mythen und Magie steuern, um die verbleibenden Furies einzusammeln, und wahlweise den bösen Vile God oder die Göttin Goddness wiederzuerwecken.
Beide Götter sind durch unzählige Schwerter, die in ihren Körpern stecken, versiegelt. Aber genau diese Schwerter sind es, die ihr für die gefunden Fairies braucht, wenn ihr diese benutzen wollt. Denn jedes dieser Waffen verfügt über spezielle Fähigkeiten, die euren Fairies zusätzliche Kräfte verleihen. Doch mit der Suche seid ihr nicht alleine. Denn es gibt außer Fang noch weitere »Fencers« die es auf die verlorenen Schwerter abgesehen haben. Einige von ihnen sind euch leider nicht sehr freundlich gesonnen, und versuchen mit allen Mitteln an die Furies zukommen.
Zum Glück steht aber auch ihr nicht vollkommen alleine da. Im Laufe des Spieles sammeln sich viele verschiedene Charaktere an eurer Seite, die Fang und Eryn bei der Suche unterstützen. Jeder dieser Charaktere hat dabei seine eigenen Fähigkeiten und Waffen und kann zusätzlich jede Menge neue Techniken wie Magie, Abilities oder Spezialangriffe erlernen. Und sollten die normalen Fähigkeiten für einen Gegner einmal nicht ausreichen, gibt es immer noch den speziellen »Fairize-Modus«, der euch mit zusätzlicher Power versorgt, und mit wirklich cooler Musik unterlegt ist. Trotzdem heißt es auch hier wie bei allen anderen RPGs, leveln, leveln, leveln. Am besten ihr nehmt einfach jeden Gegner mit, den ihr finden könnt.

Der Gameverlauf selbst teilt sich in zwei Eventarten auf. Zum einen gibt es das Hauptevent (Event) und das Nebenevent (Subevent). Das Hauptevent verfolgt den normalen Spielverlauf, dem ihr so oder so folgen müsst, um das Ende zu erreichen. Doch ab ungefähr der Hälfte des Spiels, müsst ihr allerdings alle besuchten Gegenden erneut aufsuchen, bzw. erkunden. Was schon ein bisschen öde wird, da sich an der Umgebung nichts ändert. Lediglich die Monster wechseln teilweise. Allerdings muss man durch diesen nicht sehr schönen Nebeneffekt durch.
Wenigstens beinhaltet diese Wiederholung neue Gesprächsthemen und Ansichten. Außerdem kommt man so auch an den einen oder anderen neuen Partyteilnehmer ran.
 
Das Subevent hingegen ist, wie der Name schon sagt ein zusätzlicher Abschnitt, der euch zum größten Teil in bereits besuchte Dungeons schickt. Ihr solltet diesen Teil auf jeden Fall bestreiten. Nicht zuletzt, da euch sonst einige Fairies durch die Lappen gehen. Außerdem sind die Gegner etwas stärker und bringen zusätzliche EXP.
Einziger Nachteil, die Subevents kosten auf Dauer richtig Geld. Denn euer Informant möchte natürlich auch für seinen Job bezahlt werden. Dennoch. Es lohnt sich.
 
Kommen wir zu den Charakteren.
Neben den ganzen Running Gags zwischen Fang und Eryn zum Thema Essen gibt es jede Menge weitere, oft sehr amüsante Szenen zu sehen. Alleine die Gespräche zwischen den anderen Charakteren wie z.B. Tiara und Eryn oder Ethel, sind sehr amüsant.
Dennoch verfügt jeder der einzelnen Charaktere über seine eigene Persönlichkeit, die von einer etwas pervers veranlagten Fairy-Forscherin, bis hin zu einer mörderischen jungen Dame reichen.
Doch nicht nur unter den Helden gibt es eigene Charakterzüge. Auch die Fairies haben ihre eigenen Vorlieben und Abneigungen, wie kochen oder das necken anderer Charaktere.
 
Natürlich darf auch der Fanservice bei solchen Spielen nicht fehlen. So bekommt man u.a. eine kleine gezeichnete Stripteaseeinlage, oder aber sehr detailliert animierte Brüste zusehen. Hin und wieder huscht auch das eine oder andere liebevollgezeichnete Artwork über den Bildschirm. Also kann man sagen, wie bereits von Compile Heart gewohnt.
 
Ein weiteres schönes Gimmick - wie auch bei einigen anderen Spielen - besteht in der Möglichkeit, eure Charaktere neue Outfits zu verpassen. Die angelegte Ausrüstung wie beispielsweise Kopfschmuck, oder Sets werden sofort angezeigt. Im weiteren Spielverlauf besteht ebenfalls die Möglichkeit, für die weiblichen Charaktere, Badeoutfits zu kaufen. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.


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Fairy Fencer F Fairy Fencer F
Fairy Fencer F Fairy Fencer F
Fairy Fencer F Fairy Fencer F

 
Das Gameplay ist hierbei relativ simpel. Laufen und kloppen.
Wer die typischen RPGs kennt, wird sich schnell an die Steuerung gewöhnen. In den einzelnen Dungeons könnt ihr euch frei bewegen und kämpfen auch mal aus dem Weg gehen. Dabei könnt ihr auswählen, welchen eurer Charaktere ihr als »Leader« setzen und steuern wollt. Um einen Kampf zu beginnen rennt ihr einfach in eines der Monster rein. Wenn ihr vor dem Kontakt die X-Taste im richtigen Moment drückt, könnt ihr euch sogar einen Vorteil verschaffen. Rennt der Gegner allerdings in euch rein, bekommt dieser den First-Hit, was bei stärkeren Gegnern ganz schön aua machen kann.
 
Seid ihr erst einmal im Kampfgeschehen drinnen, stehen euch drei Optionen zur Verfügung. Command, Attack und Wait. Unter »Command« habt ihr die Möglichkeit zwischen Items, Skills/Magic, sowie den Fairize-Modus - sollte die Energieleiste voll genug sein - zu wählen. Im weiteren Spielverlauf bekommt ihr noch die Möglichkeit Switch - die es euch erlaubt im laufenden Kampf den Charakter gegen einen anderen aus eurer Party zu wechseln - und eine Charakterabhängige Fähigkeit dazu.
Auch im Kampf könnt ihr euch in einem bestimmten Radius frei bewegen, und nach und nach jedem Charakter seine Befehle geben.
 
Die verschiedenen Fähigkeiten könnt ihr anhand von WPs erweitern. WPs sind Punkte, die ihr bei jedem Kampf erhaltet. Ihr könnt diese benutzen, um z.B. eure Skills zu verbessern oder aber neue Attacken zu erlenen. Insgesamt ist es möglich, den Charakteren im Verlauf bis zu 4 Kombos beizubringen. Die Angriffe könnt ihr aus den gelernten Attacken selbst zusammenstellen.
 
Von grafischer Sicht kann das Spiel leider nicht ganz mit aktuellen Games für die PS3 mithalten. Jedenfalls nicht im eigentlichen Spielverlauf.
Während in den Dungeons und an den Charakteren selbst leider viele Details und Effekte fehlen, strahlt die bunte animetypische Aufmachung umso heller. Wiederum muss man aber sagen, dass genau diese fehlenden Details das Bild der Charaktere weicher und somit niedlich erscheinen lässt. Leider wurde aber dieses auch auf die Umgebung mit angewendet. Gerade an dieser Stelle hätte man etwas mehr Details reinbringen können und sollen.
 
Eine sehr schöne und auf jeden Fall sehenswerte Abwechslung sind die Verwandlungsszenen des »Fairize-Modus« und den Speziallangriffen. Hier wurde richtig was aufgefahren. Und der Spieler bekommt ein Feuerwerk an Effekten geboten.
 
Die gezeichneten und ganz fein animierten Zwischensequenzen - wovon es hier eine ganze Menge gibt - strotzen nur so vor Details. Gerade durch die Kombination aus Artwork und Animation wirken diese Szenen sehr lebendig.
Die Dialoge werden im typischen Visual Novel Stil mit Textboxen - wie man sie z.B. aus Dating-Games kennt - präsentiert.
 
Auch bei diesem Spiel gibt es wieder sehr viel zu lesen. Daher ist es zwar schade, dass die komplette Textausgabe auf Englisch ist, sollte aber für die meisten kein Problem darstellen. Die Synchronisation liegt wahlweise in englisch und zum Glück japanisch vor. Jeder Fan wird sicher letzteres nehmen. Außerdem kommt es viel angenehmer rüber, da die Stimmen einfach nur passen.
 
Ein weiterer großer Pluspunkt ist der geniale Soundtrack, der aus der Feder von niemandem geringeren als Nobuo Uematsu stammt, der bereits bei einigen Final Fantasy Teilen als Komponist agierte. Ein ganz großes Lob muss man hier auch der Kampfmusik aussprechen. Sobald einer der Charaktere in die Fairize-Form wechselt, wird aus der normalen Instrumentalversion eine richtig coole J-Rock/Pop-Musik, die sich in der zweiten Hälfte des Spiels nochmals ändert. Auch das Opening muss sich nicht verstecken.
 
Als kleine Anmerkung sei noch der eine oder andere Tipp zu erwähnen, den man im Spiel nicht wirklich mitgeteilt bekommt.
Solltet ihr Mal vergessen zu speichern und müsst diverse Szenen noch mal anschauen, könnt ihr diese mit der Viereck-Taste überspringen bzw. vorspulen.
Um eine Konversation zu unterbrechen, könnt ihr die O-Taste drücken und das Gespräch pausiert. Mit der Dreiecks-Taste könnt ihr die letzten Sätze der aktuellen Unterhaltung noch einmal lesen/anhören. Und die Start-Taste aktiviert den automatischen Vorlauf des Gesprächs.
Im Kampfgeschehen hilft euch die L2-Taste, die Angriffs- so wie Verwandlungsszenen zu überspringen.



Redaktionsleitung
Fazit:
Als ich die News zu diesem J-RPG gepostet und die ersten Screens gesehen habe, dachte ich mir, dass es ein Spiel wie jedes andere auch ist. Doch gleich nach der ersten einfach genialen Szene zwischen Eryn und Fang »Gib mir etwas zu essen«, war es um mich geschehen. Ich muss wirklich gestehen, es ist eines der wenigen Games, was mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte, Szenen und Wortwitze sind einfach nur genial. Auch die Musik vor allem die J-Rock/Pop-Musik macht lust auf mehr und fesselt. Fans von J-RPG Spielen werden das Game nicht nur alleine wegen der Anime-Optik lieben. »Fairy Fencer F« bringt alles mit, was man von einem J-RPG erwartet. Wer schon immer den Sprung in das J-RPG-Genre wagen wollte, ist mit »Fairy Fencer F« bestens bedient.


 
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