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 Catherine (PS3)
 
Autor: Justus Göhlsch
Catherine ist eine Art Puzzle-Adventure mit recht skurrilen Horrorelementen von den Publishern Deep Silver und Atlus.

Der Spieler tritt in die Rolle des Protagonisten Vincent Brooks, der ein relativ normales aber dennoch unzufriedenes Leben verbringt. Zu diesem Leben gehören seine Freundin Katherine, die ihn mit Zukunftsplänen das Leben schwer macht, und seine Kneipengenossen Orlando, Jonny und Toby mit denen er die meiste Zeit in der Stammkneipe „Stray Sheep“ verbringt. Der abendliche Besuch im Stray Sheep liegt an der Tagesordnung und dazu gehören gelegentliche Drinks, die das Handlungsvermögen ins schwanken bringen. Doch eines Tages kommt ihn das zum Verhängnis als sich eine junge Frau, die jedem Mann das Hirn weich werden lässt, neben ihn gesellt und sich an Vincent interessiert zeigt. Nach diesem Abend mit seltsamen Albträumen, die ihm schon einige Nächte bevor heimgesucht haben, wacht er neben der Schönheit Catherine vom letzten Abend auf und so nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Nun ereilen ihn diese Albträume in denen er als Schaf um sein Leben klettert jede Nacht wieder, Katherine wird misstrauisch und erscheint mit Hiobsbotschaften, Catherine lässt ihn kein bisschen in Frieden und die Kneipe hilft ihm nicht wirklich aus dieser Matt Situation.

Zur Grafik von Catherine kann man relativ wenig erschließen, da sich zur Albtraumwelt nicht viel sagen lässt. Kleinere Details sind zwar sehr gut zu erkennen und wirklich schön, aber es gibt nicht viel mehr. Die Hintergründe kann man sich meist erst in Ruhe anschauen wenn man sich auf einer Zwischenebene befindet, da sonst die Zeit rennt. Trotzdem kann man  sagen, dass diese besonders in den höheren Etagen pompös sind und auch mit Mühe erstellt wurden. Die Charaktere halten sich im japanischen Comic-Look. Effekte sind rar aber nicht zu bemängeln. Dafür trifft man in der echten Welt auf sehr schöne Cutscenes, die entweder 3D-Animiert sind oder aber im Anime Stil gezeigt werden. Die Bar ist geschmückt mit Kleinigkeiten. Hier kam oft der Gedanke sich in einem Irish Pub zu befinden in dem alles so voll wie möglich mit Krims Krams vollgestopft ist. Meiner Meinung sehr gemütlich und sehenswert.

Musik kann man sich in der Bar mittels Jukebox selber aussuchen. Das macht jeden Abend zu etwas besonderem. In der Albtraumwelt wird man meist immer nur mit ein und demselben Lied bedudelt, was auf Dauer an die Nerven geht. Gemischt mit Geräuschen von verschiebenden Blöcken und läuten von Glocken entwickeln sich die letzten Meter zum Ziel in ein grauenvolles Geklimper. Heisst aber nicht, dass der Rest des Soundtracks schlecht ist. Schon im Startmenü wird man eines anderen belehrt. Die Synchronisation kann leider nur in Englisch angehört werden, was aber nicht allzu schlimm ist. Jeder Charakter hat eine Stimme die diesen wiederspiegelt und gut anzuhören ist.

Der Hauptbestandteil in Catherine besteht darin, dem Tod in der Albtraumwelt durch verschieben von Blöcken, die einen Aufstieg ermöglichen, zu entkommen. Diese sind besonders am Ende des Spiels so platziert, dass man nur durch gutes räumliches Denken an sein Ziel kommt. Die Steuerung hakt an manchen Stellen ein wenig unpraktisch aber ansonsten lässt sich Vincent gut durch die Blöcke manövrieren. Zweiter Bestandteil des Spiels ist es immer wieder ein Frage-Antwort Spiel mit Vincents Mitmenschen zu absolvieren, die abhängig davon sind welches Ending der Spieler erhält. Zum Beispiel beginnt der Abend in der Bar immer mit einer Cutscene in der man ab und zu selber antworten muss, Catherine und Katherine schreiben SMS auf die man fast manuell antworten kann und am Ende jeder Etappe wartet ein Beichtstuhl der einem eine moralische Frage stellt. Ebend diese Antwort-Spielchen machen Catherine aus.

Das Leveldesign ist schlicht gehalten, aber was will man auch von einem Puzzlespiel erwarten? In jedem Level erwartet dich ein Turm aus Blöcken, die sich je nach Stufe verändern und sogar Fallen darstellen können. Dieser Turm aus Blöcken befindet sich ebenfalls in einem größeren Turm, der auch je nach Stufe anders aussieht. Dieser stellt den Hintergrund dar. Grob betrachtet stellt dieser Turm eine Art Einstufung dar, d.h. vom Kerker aufführend zum Himmel. Zwischen jeder Etappe befindet sich ein Speicherpunkt mit dem Beichtstuhl an denen du von anderen Schafen, ja in der Albtraumwelt wird man als Schaf dargestellt, Techniken erlernen oder Gegenstände kaufen kannst.


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Catherine
Catherine
Catherine
Catherine
Catherine
Catherine

Einen wirklich großen Umfang hat das Spiel an sich nicht. Die Level durchlaufen monoton und jeder Abend in der Bar beginnt gleich. Allerdings besitzt Catherine großes Potential in der Story. Jede Antwort ändert das Spielgeschehen enorm und mit ganzen 8 Endings gibt es nicht wenig zu entdecken. Man kann also sagen, dass die Entwickler wissen wie man einen Fehler gerade biegt.

Gerade so eine Story sollte man auch immer mit einer passenden Atmosphäre unterlegen. Die Spielzeit in der realen Welt ist zwar wenig rosig, aber sie verpasst einem das Gefühl, dass man doch trotz all der Probleme nicht ganz so alleine ist. Genau deshalb ist das Setting mit der Bar mal etwas Neues und versetzt den Spieler in eine Gemeinschaft. Auch in der noch düsteren Albtraumwelt heißt es nicht immer gleich, dass man alles aufgeben sollte. Man trifft zwischendurch immer auf Mitstreiter die auch aus der Albtraumwelt entkommen wollen und umso höher man kommt umso frischer wird der Duft nach Freiheit.

Waffen und Extras gibt es in Form von Power-Ups wie z.B. Kissen, die ein Leben dazu geben oder Blöcke die eine Lücke füllen können. Vor dem nächtlichen Besuch der Albtraumwelt kann man sich auch kräftig mit alkoholischen Getränken vollhauen, die einem dann wenn es drauf ankommt schneller machen. Außerdem kann man sich in der Bar auch mit Tipps und Tricks über Alkohol schlauer machen die ein Feature in Form von SMS verrät.

Catherine überrascht positiv im Bereich Spaßfaktor, da trotz der leichten Monotonie trotzdem immer eine Spannung besteht, die einem am Spiel lässt. Ich persönlich habe mich meist immer auf die Abende in der Bar gefreut, in denen man sich mit Leuten unterhalten konnte und sein Handy nach relativ freizügigen Bildern von Catherine abklappern konnte.


Spiel-Modi:

  • Golden Theater: Spiel die Story von Catherine in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
  • Babel Mode: Stelle einen Highscore auf und vergleiche deine Ergebnisse mit anderen Spielern.
  • Colosseum Mode: Trete Online gegen deine Freunde im Wettklettern an.


Fazit:
Catherine steht schon etwas höher auf der Liste meiner Lieblingsspiele, aber ein Spiel für Dauerbeschäftigungen ist es nicht. Die Story ist große Klasse und die Denkphasen waren auch ab und zu ganz schön anstrengend seitens überlegen. Am Ende des Spiels hat es ganz schön geschliffen, aber für das richtige Ending lohnt es sich allemal. Ich fand es super und Abwechslungsreich gegenüber diverser Shooter oder Action-Adventures. Ich fühl mich schon fast ein wenig der Retrowelt hingezogen wo Tetris noch an oberster Stelle stand. Aber ich glaub da hol ich zu sehr aus. Mal was anderes!
Nebenbei: Oft wurde Catherine als Horrorspiel dargestellt, aber trotz weniger Momente zum Erschrecken und grotesken Bossgegnern hatte ich davon nichts gesehen.




.:Details:.
Genre:
Beat’em up
Plattformen:
--
Spieleranzahl:
--
Release:
10.02.2012
Publisher:
Deep Silver
Entwickler:
ATLUS
USK:
16
Offizielle Seite:
Catherine
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.:Fans:.
 
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