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 Anime Check: God Eater Vol.1 (Blu-ray)
 
Autor: Leszek Ploszewski

God Eater Vol. 1 (Blu-ray)
Serie/Einzel: Serie God Eater Vol.1 (Blu-ray)
Discs: 2
Release: 30. August 2016
Label: KSM Anime
Laufzeit: 215 Minuten
Genre: Action, Fantasy, Science-Fiction
FSK: 16
Extras: Vorhanden

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Klappentext
„God Eater“ bedeutet dramatische Story gepaart mit High-Speed Action – und wird von seinen unzähligen Fans heiß ersehnt! Denn basierend auf den gleichnamigen Videospielen gibt es nun endlich auch die japanische Anime-Fernsehserie auf DVD und Blu-ray. Und nicht nur an der Konsole geht die spannende Heldenstory über das vermeintliche Ende der Welt und eine Reihe furchtloser Krieger, die alles riskieren, um die Menschheit zu retten, voll zur Sache...
Produziert vom bekannten Anime-Studio Ufotable („Tales of Zesteria: The Cross“, „Fate/Stay Night: Unlimited Blade Works“, „Tales of Symphonia: The Animation“) entstand diese Reihe 2015 und umfasst mittlerweile 13 Episoden.
 
Was sagt die Story?
In nicht allzu ferner Zukunft findet sich die Menschheit am Rande des Abgrunds wieder. Ganze Städte und Landstriche wurden dem Erdboden gleichgemacht und die restlichen Überlebenden verschanzen sich hinter dicken Mauern oder laufen planlos umher, nur um am Leben zu bleiben.

Die Ursache für diese Entwicklung sind Zellen, welche von Forschern entdeckt wurden - genannt "Oracle". Was während der Entstehungszeit der heutigen Erde Milliarden von Jahren in Anspruch nahm, geschieht heute in einem Wimpernschlag. Aus jenen Zellen entwickelten sich die so genannten "Aragami". Schreckliche Wesen, welche allem Anschein nach alles Leben der Erde vernichten wollen und sich dabei stetig weiter anpassen.
Nach der Erkenntnis, dass herkömmliche Waffen keine Auswirkung auf die Ungeheuer haben, wurde mithilfe eines renommierten Forscherteams eine Möglichkeit entwickelt, der zunächst unaufhaltsamen Vermehrung der Monsterschar Einhalt zu gebieten.

So schufen sie "God Eater", Menschen welche Dank der Oracle Zellen über übernatürliche Kräfte verfügen und jene Waffen führen können, die imstande sind Aragami zu töten - die "God Arcs". Grotesk große Schwerter und Kanonen, die in der richtigen Hand selbst gewaltige Bestien mit einem Streich niederstrecken.

Lenka Utsugi ist einer der Neuzugänge in den God Eater Reihen. Eines unterscheidet ihn jedoch von den anderen - er ist ein New-Type. Ein God Eater, der in der Lage ist, seinen God Arc als Fern- und Nahkampfwaffe einzusetzen.
Im östlichen Zweig der Institution "Fenrir", welche sich für die Schaffung der God Eater verantwortlich zeigt und global in Zweigstellen unterteilt ist, lernt er seinen Kameraden Kota Fujiki kennen.

Als es eines Tages zu einem Überfall der Aragami kommt, welche den äußeren Verteidigungswall der Anlage durchbrechen, besteht akute Ressourcenknappheit. Trotz des Mitwirkens der God Eater Elitekämpfer, können zivile Opfer nicht vermieden werden. Entgegen des Befehls, verlässt Lenka das Institut, um sich den Kämpfen an vorderster Front anzuschließen. Seine Kameraden staunen nicht schlecht, als sie Zeugen werden, was es heißt ein New-Type zu sein. Aufgrund mangelnder Routine im Feldkampf wird Lenka von einem Aragami erwischt, welcher zwar verletzt, sich aber am Leben in einer Zelle bei Fenrir wiederfindet. Lindow, der Anführer der Elitekämpfer erklärt ihm, dass er sich aufgrund von Befehlsmissachtung in Haft befindet bis man sich einig ist, wie mit ihm weiter verfahren wird.
 
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Indessen befindet sich Alisa Illinichina Amiella im Flugzeug unterwegs zur östlichen Zweigstelle aus Russland - sie ist ein weiterer New-Type. Unerwarteterweise wird das Flugzeug von einer Schar Aragami angegriffen. Lenka, Lindow und weitere God Eater machen sich im Hubschrauber auf den Weg, um Alina zu retten. Diese verweigert die Hilfe, da es ihr nicht um sie selbst geht. Wie Lenka herausfindet, ist das Flugzeug mit Flüchtlingen vollgeladen, welchen Alina helfen möchte. Nachdem ihr Hilfe für die Zivilisten zugesichert wird, stellen sich die God Eater ihren Angreifern. Lenka lernt während des Kampfes von Alina und setzt die neu erworbenen Fähigkeiten nahtlos in die Tat um. Der Kampf ist beendet, die God Eater gehen als Sieger hervor. Die gute Stimmung hält nicht lange als sie feststellen müssen, dass sie von einem enormen Wesen verfolgt werden. Zwar können sie ihren Verfolger abschütteln, können von weiter Ferne jedoch eine Silhouette zwischen den Wolken erkennen. Nichts, was sie bisher gesehen haben, könnte beschreiben, wie groß dieses Wesen war.
Zurück in der östlichen Zweigstelle, werden, aufgrund seiner Mithilfe zum sicheren Transport von Alina alle Anklagepunkte gegen Lenka fallengelassen. Im Rahmen der Gespräche kommen die beiden erstmals mit dem Aegis-Projekt in Kontakt, welches einen neuen Lebensraum für die Menschen anstrebt.
Lenka, Alina und Kota werden anschließend der ersten Einheit - unter Lindow - zugeteilt.
Ihre erste Mission führt sie hinter die Mauern von Fenrir, wo sie mehrere bestimmte Aragami mit ihren God Arcs "fressen" und so die Kerne dieser Wesen extrahieren sollen, welche für weitere Forschungszwecke verwendet werden. Da unterschiedliche Charaktere aufeinanderprallen, verläuft die Jagd risikoreich und kann trotz des unbefriedigenden Verlaufs erfolgreich abgeschlossen werden.
Als kurzfristig Ruhe auf dem Schlachtfeld einkehrt, werden sie von Zivilisten konfrontiert, welche die Begegnung als kleinen Hoffnungsschimmer sehen, um sicher hinter den Mauern von Fenrir leben zu können. Am Tor angekommen werden sie weggeschickt, da sie einen Eignungstest nicht bestehen können.

Ihre nächste Mission erfordert es, weitere Kerne zu erjagen, diesmal jedoch von weitaus größeren Aragami. Als sich das Team in dem Jagdgebiet vorfindet, wird ein Aragami von Alina in ein großes, verlassenes Gebäude verfolgt, in welchem sich viele Zivilisten verstecken. Nach nur kurzer Zeit durchbricht ein weiterer Aragami die Mauern des Gebäudes, woraufhin die God Eater umzingelt werden. Gerade als eines der Monster angreift, wird es von einem weiteren, größeren, einem Dyaus Pita außer Gefecht gesetzt, welcher eine weiterentwickelte Form zu sein scheint. Alina kennt diesen Aragami, er ist für den Tod ihrer Eltern verantwortlich. Wutentbrannt stürzt sie sich auf ihn, wird jedoch prompt von dem Ungeheuer in ihre Schranken verwiesen. Während die Zivilisten vor den Augen der God Eater zerfleischt werden, sieht Lenka seine Chance, wird jedoch eines Besseren belehrt. Der Dyaus Pita spießt ihn mit seinem Flügel auf und badet ihn regelrecht in seinem eigenen Blut. Im Zuge des Kampfes wurde außerdem sein God Arc zerstört. Alina und Lenka werden anschließend vom Fluss davon gespült, als die Erde unter dem Gewicht des Dyaus Pita zusammenbricht.
   
Was gibt’s für die Ohren?
Um mit den technischen Daten zu beginnen:  God Eater bekommen wir auf Japanisch (DTS-HD 2.0) und deutsch (DTS-HD 5.1) zu hören.

Das Intro verantwortet OLDCODEX mit „Feed A“, welche u. a. in „Kuroko no Basuke“ mit mehreren Titeln für ordentliche Outros sorgten (Randnotiz: der Sänger der Gruppe synchronisier in der Originalfassung den Point Guard Kazunari Takao aus der Shutoku-Mannschaft). Mit dieser Wahl war ich daher sehr zufrieden.

Ausklingen dürfen wir jede Episode mit Go Shiina feat. naomi und dem Titel „Kouhai Chi “. Dieser Song kam mir überwiegend fehl am Platz vor, was jedoch bei der ansonsten ausgezeichneten Musikwahl in God Eater verzeihbar ist.

Beide Tracks sind im Bonusbereich zu finden.

Synchronisation:
  • Konrad Bösherz als Lenka Utsugi (jap. Stimme: Ryuichi Kijima)
  • Björn Schalla als Lindow Amamiya (jap. Stimme: Hiroaki Hirata)
  • Arne Obermeyer als Soma Schicksal (jap. Stimme: Kazuya Nakai)
  • Betül Jülide Gülgec als Sakuya Tachibana (jap. Stimme: Sayaka Ohara)
  • Felix Mayer als Kota Fujiki (jap. Stimme: Daisuke Sakaguchi)
  • Birte Baumgardt als Alisa Illinichina Amiella (jap. Stimme: Maaya Sakamoto)

Gibt’s was zum Lesen?
Die ausschließlich deutschen Untertitel werden in einer relativ kleinen, dennoch gut lesbaren Schrift und Geschwindigkeit eingeblendet. Die farbliche Wahl eines hellen Gelbtons, vermutlich eher etwas in Richtung Ocker ist abwechselnden Kontrasten sehr angenehm.

Die Untertitel fallen bei der japanischen Tonspur nicht weiter ins Gewicht, da der Inhalt mit der deutschen Fassung zumindest sinngemäß übereinstimmt. Oft wechseln sich sinngemäße und wortwörtliche Texte sehr frequent ab.
 
Wie sieht’s mit den Bildern aus?
Dank 16:9- bzw. 1.78:1-Format und 1080p Qualität dürfen wir auch bei dickeren Fernsehern etwas näher herantreten. Müssen wir aber nicht.
Das Zeichnerische ist God Eaters Vorzeigeeigenschaft. Schattierung, Partikelwirkung und Tiefe. Welche Wirkung mit solchen Tools erzeugt werden kann, lässt sich genau hier genau verfolgen.

Enttäuschend hingegen waren die Animationen der Aragami. Es hinterließ einen Eindruck als stünde der Regisseur Takayuki Hirao unter starken Zeitdruck und müsse vorgegebene, enge Termine um jeden Preis halten.
 
Alles gut verpackt?
Zur Verpackung kann nicht viel gesagt werden, da es sich um eine Pressekopie handelt, die ohne Hülle geliefert wird.
 
   

Leszek Ploszewski - Anime Reviewer
Fazit:
God Eater gehört zu den Titeln, in welchen man sich recht schnell verliert. Wenn ein Anime das erreicht, ist bereits viel gewonnen.
Rein optisch ist God Eater eine Augenweide, solange wir uns mit diesem Statement in den tatsächlich gezeichneten Bildern bewegen. Die Animationen der Aragami haben in den ersten Episoden für ein wenig Bauchschmerzen gesorgt, da es nicht besonders in das Gesamtbild passte. Dieser Eindruck schwindet mit der Zeit, da einem nichts Anderes übrigbleibt als sich damit abzufinden. Für mich fällt, dass unter die Kategorie „Krankheit Zeitdruck“, mit denen viele Animes zu kämpfen haben. Das Business und vor allem die Fans sind diesbezüglich recht emotionslos.
In der Vergangenheit habe ich, wie ich es in den letzten Reviews bereits mehrfach betonte, nie etwas für deutsche Synchronisationen übriggehabt. Vielleicht lag das an ein paar wenigen Animes, die mir das Thema madiggemacht haben, da ich diese Ansicht jüngst immer weniger wiederfinde. Zumindest habe ich den Eindruck, dass diese immer besser werden. In diesem Fall habe ich keinerlei Beanstandungen. Konrad Bösherz (Bleach, Black Butler) und Björn Schalla (No Game No Life, Bleach) haben das Werk in Summe deutlich aufgewertet – mit diesen beiden Sprechern haben die Caster voll ins Schwarze getroffen. Oft erlebt man Situationen, in welchem der individuelle Ausdruck der Synchronsprecher maßgeblich zum Unterstreichen einer Situation beiträgt.

God Eater nimmt sich viel Zeit für die Charakterentwicklung, so wird man immer wieder mit der Vergangenheit bzw. dem Weg bis ins heute der jeweiligen Personen konfrontiert und kann die Motive besser nachempfinden. Stichwort „nachempfinden“. Man befindet sich ohne Vorwarnung in einem Moment, in welchem man sich ungewollt die Frage stellt „Was würde ich tun?“. Diese Art von Tiefe ist jene, welche sicherstellt, dass der Titel noch einen langen Nachhall zwischen den Synapsen nach sich ziehen wird.
Wer einen Hang zu Außergewöhnlichem, postapokalyptischen Szenarien, einer Menge Blut und gewaltig inszenierten Kämpfen hat, sollte an God Eater nicht vorbeiziehen.
 
 
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.:Fans:.





 
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